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Kursbeschreibung

Gebäude werden zunehmend luftdichter, industriell gefertigte Ausstattung und künstliche Regelungstechnik ist heute Standard im Gebäudesektor, führt jedoch zu Schadstoffen in der Raumluft und zu hohen Kosten. Konsumgüter wie Nahrung, Genussmittel und Pharmazeutika werden i.d.R. möglichst preiswert erzeugt und daraufhin über weite Strecken transportiert, sodass dies eine große Herausforderung für die Gesundheit der Erde und ihrer Bewohner darstellt. Unser ökologischer Fußabdruck ist größer denn je.

Was aber, wenn es eine nachhaltigere Alternative gibt? Die Symbiose von pflanzlicher Kultivierung und menschlichem Leben in Innenräumen besitzt ein großes Potential für die Optimierung von Wertschöpfungsketten. Biogene Rohstoffe könnten so lokal erzeugt werden und durch die Integration in anthropogene Umgebungen biologische und biochemische Synergieeffekte, wie beispielsweise Luftfiltration, Ernährungssicherung oder Akustikoptimierung auslösen. Der Pflanze ist durch das warme, kohlenstoffangereicherte und teilweise feuchtere Raumklima ebenfalls geholfen, sodass ggf. höhere Produktionsraten erzielt werden können.

Ziel des Kurses ist es, dass Sie den Organismus Pflanze und sein Verhältnis zum Menschen verstehen lernen und ihn als integralen Bestandteil architektonischen Schaffens begreifen können. Im ersten Schritt werden Sie theoretische Grundlagen im Rahmen von Vorlesungen erhalten.
Daraufhin werden Sie Ihr erlerntes im Rahmen einer Konzeptarbeit vertiefen, um daraufhin in Gruppen die Ideen mit dem größten Potenzial zu optimieren. Ziel ist die Anfertigung einer Dokumentation Ihres Entwurfsprozesses, ein 3D-gedrucktes Konzept-Modell und ein Plansatz Ihres Projektes.