BEEM Energiemanagment

  Reallabor Rendering Urheberrecht: © Prof. D.H. Braun

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines massenmarkttauglichen bidirektionalen Echtzeit-Energiemanagement kurz BEEM-System genannt, das ohne Integrations- und Programmkenntnisse kombiniert, eingebaut und in Betrieb genommen werden kann. Das System soll nicht nur einfach zu planen und zu bedienen sondern auch preiswert sein, so das es sich in kurzer Zeit amortisiert. Hierzu soll ein automatisierter Planungs- und Integrationsprozess entwickelt werden, der anhand der angeschlossenen Systemkomponenten die einzelnen Fähigkeiten des Gesamtsystems bestimmt und die entsprechenden Funktionen zur Verfügung stellt. In einem Reallabor, das von einer 6-köpfigen Familie bewohnt wird, werden die Systemkomponenten implementiert und in einem Langzeitversuch ausgewertet.

Kontakt

Name

Dirk Henning Braun

Lehrstuhlleiter

Telefon

work
+49 241 80 94077

E-Mail

E-Mail
 

Die Gegenwart

Obwohl bereits viele innovative Konzepte in der Gebäudetechnik existieren, werden nach wie vor über 95% der neu errichteten Wohngebäude z.B. mit einer herkömmlichen Elektroinstallation ausgestattet. Dies führt dazu, dass zum Beispiel die Heizung, die Verschattungsanlage, die Alarmierungsanlage und die Elektroinstallation jeweils abgeschottete Systeme sind – Insellösungen, deren Systemgrenzen nur mit großem Aufwand mit herkömmlicher Technik überwunden werden können.

Zu teuer und kompliziert

Ein Bus-System kann diese Systemgrenzen zwar überwinden, indem alle Komponenten miteinander kommunizieren können, allerdings müssen solche Lösungen aufwendig geplant, installiert und programmiert werden: Planung der gewünschten Funktionen, Auswahl der dazu benötigten Komponenten bei verschiedenen Herstellern, Installation der Infrastruktur und schließlich die Integration/Programmierung jeder einzelnen Komponente. Oft fehlen zudem einheitliche Schnittstellen/Protokolle zwischen den verschiedenen Produkten, hier müssen dann zusätzlich sog. Gateways eingesetzt werden, die die verschiedenen „Dialekte“ übersetzen können. Diese Probleme machen die Umsetzung solcher Bus-Lösungen extrem komplex und teuer, so dass viele Bauherren von einem Einsatz solcher innovativer Lösungen Abstand nehmen.

Die Zukunft

Das BEEM-System setzt genau dort an und ersetzt durch einen vorgeschalteten, vollständig automatisierten Integrationsprozess diesen Aufwand und macht die kluge und Energieeffizienz steigernde Heimautomatisierung massenmarkttauglich. Der Integrationsprozess bindet auf der einen Seite die übergeordnete Gebäudetechnik wie Heizung, Lüftung, PV-Anlage, Energiespeicher und so weiter mit ein, auf der anderen Seite die nutzungsabhängige, raumbasierte Sensorik und Aktorik.

Künstliche Intelligenz

Ein neu zu entwickelnder, in jedem Raum angebrachter MultiSensor erkennt dabei alle dafür notwendigen Zustände: Befindet sich jemand im Raum, welche Temperatur herrscht im Raum, wird der Raum ausreichend belichtet und wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit? Mit diesen Informationen wird auf der einen Seite die Visualisierung generiert, die dem Nutzer die Energieflüsse zeigt und ihm Hilfestellungen für Entscheidungen geben kann; auf der anderen Seite wird damit die komplette Steuerung der angeschlossenen Aktorik gesteuert.

Die Sicherheit und die Unangreifbarkeit von außen wird durch eine 128- Bit-Verschlüsselung gewährleistet, diese Verschlüsselung entspricht dem Sicherheitsstandart von Banken und ermöglicht eine sichere Bedienung der Gebäudesteuerung.