SEGMO Makehome

  Makehome Prototyp Urheberrecht: © Aryan Mirfendereski

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Dirk Henning Braun

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Im Forschungsauftrag SEGMO sollte ein segmentiertes modulares Gebäudesystem entwickelt werden. Durch Vorarbeiten im Lehrstuhl entstand ein Konzept für ein Bausystem, das durch einfache Fügung von Holzrahmenbauelementen flexible Raumlösungen generieren kann.

Nun sollte ein Prototyp entwicklet und gebaut werden, der folgende Funktionen erüllt:

  1. Grundrissvariabilität - Verschiede Nutzungsszenarien sollen mit einem Gebäudetyp abgedeckt werden können. Angefangen von einer einfachen Wohnnutzung ,temporäre Unterkunft, über Ferienhäuser bis hin zu einer Atelierlösung.
  2. Fertigung – Das zu konzipierende System sollte von normalen Handwerksbetrieben gebaut und aufgestellt werden können. Eine stärkere Spezialisierung der einzelenen Gewerke soll vermieden werden. Hierzu müssen üblicherweise im Handwerk verwendete Bauweisen und Ausführungsdetails überarbeitet und neuinterpretiert werden. Der Grad der Vorfertigung soll maximiert werden.
  3. Modulare Bauweise - Entsprechend der Vorentwicklung des Lehrstuhls soll das Gebäude „scheibenweise“, Modul für Modul, errichtet werden können. Es soll eine möglichst frei wählbare Konfiguration möglich sein. Die Module sollen in sich tragfähig sein. Ein Versetzen und Aufstellen der Eemente soll mit herkömmlichen Werkzeugen erfolgen wie zum Beispiel Stapler und Tieflader.
  4. Es wird eine 2-geschossige Bauweise angestrebt.
  5. Lagerfähigkeit – Die Module sollen mit einem Gabelstapler verfahrbar und lagerfähig sein. Eine Demontierbarkeit in kleinste Einzelteile zum Beispiel in Decken, Wände und Einbauten ist nicht erwünscht.
  6. Fassaden – Die Fassade soll ebenfalls variabel konzipiert sein und Möglichkeiten zu einer individualisierten Erscheinung beinhalten. Es ist wichtig, dass eine Austauschbarkeit von opaken, transluzenten und transparenten Bauteilen gewährleistet ist.
  7. Haustechnik – Das Gebäude muss im Sinne der in Deutschland geltenden Regeln für energiesparendes Bauen, der Energiesparverordnung abgekürzt ENEV, entsprechen . Die Erzeugung der Heizleistung soll dem Nutzer offen gehalten werden, so dass von der einfachen Beheizung mit Strom bis hin zu Passivhaustechnologien die Möglichkeiten gewahrt bleiben. Der technische Ausbau soll der modularen Logik folgen.
  8. Im Rahmen der Forschungsarbeit soll die Technik zu einer autarken Lösung weiterentwickelt werden. Klärung von Abwasser, Entsorgung der Reststoffe der Sanitäranlagen, Stromversorgung und Lüftung sollen ohne eine Anbindung an städtische Versorgungssysteme hergestellt werden können.