B1.3 Gebäudetechnologie 3. Semester Vorlesungen - HKW II, 8.30-10.00 Uhr

B1.3 Gebäudetechnologie 3. Semester Vorlesungen - HKW II, 8.30-10.00 Uhr

01 Lehrstuhl Einführung Gebäudetechnologie, Administratives 21.10.2015
02 Wärmeschutz I Grundlagen des Wärmeschutzes 28.10.2015
03 Wärmeschutz II Praktischer Wärmeschutz 04.11.2015
04 Feuchteschutz I Grundlagen des Feuchteschutzes 11.11.2015
05 Feuchteschutz II Praktischer Feuchteschutz 18.11.2015
06 Bau- u. Raumakustik I Grundlagen der Bauakustik 02.12.2015
07 Bau- u. Raumakustik II Schallschutzstufen + Raumakustik 09.12.2015
08 Exkurs Projektbeispiel entfällt
09 Brandschutz Anforderungen, Grundlagen und Planung 16.12.2015
10 Energieangebot Klimafaktoren, Sonne, Wasserkraft, Windkraft, Biomasse,  20.01.2016
11 Energiesysteme I Brennwert, Pellets, Solarthermie, PV, KWK, WRG,  27.01.2016
12 Energiesysteme II Wasserstoffenergie, Batterien, Eisspeicher, Öffentliches Netz 03.02.2016
13 Zertifizierung Energieplushäuser, Passivhaus, Effizienzhäuser, NZEB 10.02.2016
14 E-Prüfung

Multiple Choice Prüfung elektronisch im Zuse-Hörsaal

01.03.2016, 10:00-12:00
15

Nachschreibt. E-Prüf.

Multiple Choice Prüfung elektronisch im Zuse-Hörsaal

08.03.2016, 10:00-12:00
       

WÄRMESCHUTZ I

WÄRMESCHUTZ I

IN DER VORLESUNG WERDEN DIE GRUNDBEGRIFFE GEKLÄRT UND DIE BILANZIERUNG STATIONÄRER WÄRMESTRÖME ERLÄUTERT. DIE RAUMSEITIGE OBERFLÄCHENTEMPERATUR EINER KONSTRUKTION HÄNGT NEBEN DER TEMPERATURDIFFERENZ ZWISCHEN INNEN- UND AUSSENRAUM AUCH VOM WÄRMEDURCHGANGSKOEFFIZIENTEN DER KONSTRUKTION (U-WERT) BZW. DESSEN KEHRWERT, DEM WÄRMEDURCHGANGSWIDERSTAND, AB. DER WÄRMEDURCHGANGSWIDERSTAND SETZT SICH DABEI AUS DER SUMME DER BAUTEILSPEZIFISCHEN DURCHLASSWIDERSTÄNDE UND DEN ÜBERGANGSWIDERSTÄNDEN FÜR AUSSEN (SE) UND INNEN (RSI) ZUSAMMEN. EINFLUSS AUF DIE OBERFLÄCHENTEMPERATUR HABEN SOWOHL DER GESAMTE WÄRMEDURCHGANGSWIDERSTAND DER KONSTRUKTION ALS AUCH DAS VERHÄLTNIS DES RAUMSEITIGEN OBERFLÄCHENWIDERSTANDES ZUM GESAMTEN WÄRMEDURCHGANGSWIDERSTAND.

WÄRMESCHUTZ II

WÄRMESCHUTZ II

Zur Optimierung des Wärmeschutzes - mit geringen Wärmeverlusten im Winter und guten raumklimatischen Bedingungen im Sommer - bedarf es der Gesamtoptimierung der Fassade mit all ihren Bauteilen. Dazu gehört z.B. durch geeignete Materialien die Wärmeleitung zu reduzieren, wärmegedämmte Rahmenkonstruktionen einzusetzen oder Isolierglas zu verwenden. Der Gesamtenergiedurchlass von Verglasungen, abhängig von Größe und Orientierung der Fenster, die Wärmespeicherfähigkeit der einzelnen Bauteile oder auch Sonnenschutzmaßnahmen sind in der Planungsphase wichtige Kriterien. In der Vorlesung wird verdeutlicht, dass beim Aufbau einer Fassade konstruktive Wärmebrücken berücksichtigt und beachtet werden müssen. Häufige Schwachstellen sind in Fugen oder im Bereich von Befestigungspunkten vorzufinden. Diese Schwachstellen wirken sich auf die Innenoberflächen-Temperatur aus und beeinflussen die Schimmelpilzbildung. Außen- und Innenecken, sowie Versprünge in Dichtungs- oder Dämmebene sind oft kritische Stellen bei der Umsetzung. 

FEUCHTESCHUTZ I

FEUCHTESCHUTZ I

DIE FASSADE IST VERANTWORTLICH FÜR EIN GESUNDES RAUMKLIMA. Eine grundlegende Voraussetzung dafür ist eine intakte Aussenwand. ZUR FÄHIGKEIT DER AUSSENHÜLLE EINES GEBÄUDES GEHÖRT AUCH, DIE FEUCHTE KONTROLLIERT AUFZUNEHMEN UND ABZUGEBEN. ES GILT FOLGENDER PRINZIPIELLER WANDAUFBAU: AUSSEN WASSERABWEISEND UND INNEN DAMPFDICHT, DAMIT BEI FEUCHTE IM SYSTEM/BAUTEIL DIESE NACH AUSSEN DIFFUNDIEREN KANN. DAS KONDENSATRISIKO INNERHALB VON DEN AUSSENWÄNDEN WIRD DURCH DIE DAMPFDURCHLÄSSIGKEIT DER EINZELNEN SCHICHTEN BESTIMMT. MÖGLICHE FEUCHTETECHNISCHE SCHWACHSTELLEN KÖNNEN FASSADENDETAILS, WIE BEISPIELSWEISE AUSSENLIEGENDE PROFILE ODER SCHLANKE AUSSENECKEN AN GEBÄUDEN SEIN. EBENSO BESTEHT ERHÖHTES KONDENSATRISIKO AN DEN RAUMSEITIGEN OBERFLÄCHEN VON WÄRMEBRÜCKEN. IN DER VORLESUNG WERDEN DIE GRUNDBEGRIFFE DEFINIERT UND EIN TAUWASSERNACHWEIS GEFÜHRT.

FEUCHTESCHUTZ II

FEUCHTESCHUTZ II

Im Baubereich kann Feuchtigkeit in unterschiedlichen Formen, wie flüssiges Wasser, Wasserdampf oder als Eis auftreten. Zum einen hat Feuchte an und in Gebäuden einen Einfluss auf die Beanspruchung von Bauteilen, zum anderen aber auch auf das Raumklima unter dem Aspekt der Behaglichkeit und Hygiene. Das Ziel des Feuchteschutzes ist es bereits durch planerische und bauliche Maßnahmen Schäden und Feuchtigkeitsprobleme an und in Bauwerken zu vermeiden. 

BAU- UND RAUMAKUSTIK I

BAU- UND RAUMAKUSTIK I

HIER WERDEN DIE GRUNDLAGEN DES SCHALLSCHUTZES UND DIE DAMIT VERBUNDENDEN ANFORDERUNGEN AN DIE ARCHITEKTUR VERMITTELT. ENTWURFSENTSCHEIDUNGEN SOLLEN DURCH BAUPHYSIKALISCHE BETRACHTUNGEN UND BERECHNUNGEN BEGLEITET UND ÜBERPRÜFT WERDEN. SCHALL KANN DEFINIERT WERDEN ALS DIE AUSBREITUNG EINER MECHANISCHEN SCHWINGUNG BZW. WELLE IN EINEM ELASTISCHEN MEDIUM. DIESES MEDIUM KANN LUFT (BZW. EIN BELIEBIGES GAS), ABER AUCH EINE FLÜSSIGKEIT ODER EIN FESTKÖRPER SEIN. 

BAU- UND RAUMAKUSTIK II

BAU- UND RAUMAKUSTIK II

DER ENERGIEHAUSHALT UND DIE ABHÄNGIGKEIT VOM UMGEBENEN KLIMA AKUSTISCHER BEHAGLICHKEIT IN ARCHITEKTONISCHEN RÄUMEN WIRD WESENTLICH VON DEN BAUPHYSIKALISCHEN EIGENSCHAFTEN DER VERWENDETEN MATERIALIEN UND BAUTEILEN SOWIE DER GEBÄUDETECHNIK BESTIMMT. IN VORLESUNGEN WIRD GRUNDWISSEN ÜBER BAUPHYSIKALISCHE ZUSAMMENHÄNGE MIT DEN SCHWERPUNKTEN SCHALLSCHUTZ UND RAUMAKUSTIK VERMITTELT. DIE STUDIERENDEN LERNEN, WIE SICH BAUPHYSIKALISCHE PRINZIPIEN IN DER PLANUNG KONSTRUKTIV UMSETZEN LASSEN.

BRANDSCHUTZ

BRANDSCHUTZ

In der Vorlesungen werden die Grundlagen des vorbeugenden baulichen, anlagentechnischen, abwehrenden und planerischer Brandschutzes vermittelt; Musterbauordnung, Landesbauordnung,Sonderbauverordnungen / -richtlinien, relevante Normen, Bauteile, Baustoffe, Brandschutzkonzepte, etc.

ENERGIEANGEBOT

ENERGIEANGEBOT

KLIMAFAKTOREN SIND BEDINGUNGEN ODER ZUSTÄNDE, DIE EINFLUSS AUF DAS KLIMA HABEN. DAZU GEHÖREN ZUM BEISPIEL: GEOGRAFISCHE BREITE, LAGE ZUM MEER, HÖHENLAGE, UND BODENDECKUNG. ES GIBT ABER WEITERE EREIGNISSE, DIE EINFLUSS NEHMEN. VON DIESEN SIND EINIGE GENAU UNTERSUCHT, VERSTANDEN UND ALLGEMEIN ANERKANNT WORDEN, BEI ANDEREN BLEIBT DIES HINGEGEN ZURZEIT AUS. BESONDERS INTERESSANT IN BEZUG AUF DIE GEBÄUDETECHNOLOGIE SIND DIE KLIMAFAKTOREN SONNE BZW. SOLARENERGIE, WASSERKRAFT, WINDKRAFT, BIOMASSE, UND DIE GEOTHERMIE.

ENERGIESYSTEME 1

ENERGIESYSTEME 1

ELEKTRISCHE ENERGIE KANN MAN NUR SCHWER DIREKT SPEICHERN. MEIST IST ES WIRTSCHAFTLICHER, DIE ENERGIE IN EINE ANDERE ENERGIEART UMZUWANDELN UND BEI BEDARF ZURÜCKZUWANDELN. JEDE WANDLUNG IST VERLUSTBEHAFTET UND DER SPEICHER KANN IM LAUF DER ZEIT SELBST ENERGIE VERLIEREN. DIE SUMME ALLER EINZELVERLUSTE KANN ERHEBLICH SEIN UND DAS VERFAHREN UNWIRTSCHAFTLICH MACHEN. DIE WIRTSCHAFTLICHKEIT DES VERFAHRENS STEHT BEI ENERGIESPEICHERUNG MEIST IM VORDERGRUND, D.H. DIE INVESTITIONS- UND BETRIEBSKOSTEN DER ANLAGE UND DER GESAMTWIRKUNGSGRAD. IN DER VORLESUNG WANDLUNG/SPEICHERUNG/TRÄGER WERDEN DIE VERSCHIEDENEN MÖGLICHKEITEN DER ENERGIEGEWINNUNG BESPROCHEN - ÜBER PELLETS, SOLARTHERMIE, PV, KWK, WRG, BRENNSTOFFZELLEN, WASSERSTOFFENERGIE ETC. BEGRIFFE WIE BRENNWERT WERDEN ERKLÄRT UND SPEICHERMÖGLICHKEITEN WIE BATTERIEN, EISSPEICHER, DAS ÖFFENTLICHE NETZ ODER LANGZEITSPEICHER ERLÄUTERT.

ENERGIESYSTEME 2

ENERGIESYSTEME 2

NIEDRIGENERGIEHÄUSER SIND GEBÄUDE MIT EINEM HEIZWÄRMEBEDARF VON WENIGER ALS 40 KWH/M A & 5L ENERGIEBEZUGSFLÄCHE PRO JAHR. DAS ENTSPRICHT EINEM ÖLVERBRAUCH VON 4 LITERN JE M2 PRO JAHR. ERREICHT WIRD DIES IN ERSTER LINIE DURCH AUSREICHENDE WÄRMEDÄMMUNG. ANDERE MASSNAHMEN WÄREN ZUM BEISPIEL WÄRME-SCHUTZVERGLASUNG BEI FENSTERN, NUTZUNG VON ERNEUERBARER ENERGIEN ZU HEIZZWECKEN, NUTZUNG VON SONNENENERGIE PASSIV DURCH PLANUNG VON SONNENRÄUMEN, WINTERGÄRTEN ODER ÄHNLICHEM, ODER AKTIV DURCH SOLARANLAGEN FÜR DIE WARMWASSERAUFBEREITUNG UND HEIZUNG, WÄRMEPUMPEN UND PHOTOVOLTAIKANLAGEN. DAGEGEN IST DAS 3-LITER-HAUS EIN NIEDRIGENERGIEHAUS IN 3-LITER-QUALITÄT. ES HAT EINEN HEIZENERGIEVERBRAUCH VON MAXIMAL 3 LITER HEIZÖLÄQUIVALENT PRO M² ODER WENIGER. PASSIVHÄUSER SIND DEMENTSPRECHEND DIE WEITERENTWICKLUNG DER NIEDRIGENERGIEHÄUSER. SIE ZEICHNEN SICH DURCH EINEN HEIZWÄRMEBEDARF VON HÖCHSTENS 15 KVH/M A &1,7 L ENERGIEBEZUGSFLÄCHE PRO JAHR AUS, DAS ENTSPRICHT EINEM ÖLVERBRAUCH VON MAX. 1,5 LITERN JE M² PRO JAHR. SIE VERFÜGEN ÜBER KLEINST DIMENSIONIERTE HEIZANLAGEN, ODER WERDEN MIT HILFE VON KONTROLLIERTER WOHNRAUMLÜFTUNG MIT WÄRMERÜCKGEWINNUNG BEHEIZT. KOMBINATIONEN MIT NUTZUNG VON SONNENENERGIE ODER ANDEREN ALTERNATIVEN SIND HÄUFIG UND SINNVOLL. GRUNDSÄTZLICH KANN DAS PRINZIP EINES PASSIVHAUSES NUR FUNKTIONIEREN, WENN ALLE PLANERISCHEN ELEMENTE IM GESAMTKONZEPT BERÜCKSICHTIGT WERDEN.

ZERTIFIZIERUNG

ZERTIFIZIERUNG

Nachhaltigkeit wird zum Kriterium und der CO2-Verbrauch gewinnt an Bedeutung. Sie beeinflussen Investitionsentscheidungen und bestimmen in Zukunft den Wert von Gebäuden und ihren Komponenten. Der Gedanke des intelligenten Umgangs mit Ressourcen findet verstärkt nun auch Beachtung beim Betrieb von Gebäuden und zunehmend auch bei deren Herstellungsaufwand. Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Analyse der unterschiedlichen Zertifizierungssysteme und deren Rahmenbedingungen, ökonomischen Marktpotentialen und den Kosten einer Zertifizierung. Die dabei wichtigsten Systeme sind BREEAM, LEED, DGNB, MINERGIE, HQE, EU-GREEN BUILDING und CASBEE. 

E-PRÜFUNG

E-PRÜFUNG

ELEKTRONISCH GESTÜTZTE PRÜFUNGEN SIND AN DER RWTH AACHEN LÄNGST NICHT MEHR NUR EIN ABSTRAKTER BEGRIFF, BEREITS SEIT EINIGEN JAHREN WERDEN SIE AN UNSERER HOCHSCHULE VEREINZELT UMGESETZT. DIESES SEMESTER STARTET DER GBT LEHRSTUHL MIT DER DURCHFÜHRUNG VON E-PRÜFUNGEN, UM DIESE ZUKÜNFTIG ALS EINE WEITERE PRÜFUNGSFORM ZU ETABLIEREN. SELBSTVERSTÄNDLICH ERÖFFNET DER EINSATZ VON ELEKTRONISCHEN KLAUSUREN AUCH EINE VIELZAHL AN FRAGEN ZU TECHNISCHEN MÖGLICHKEITEN, ÖKONOMISCHEN POTENTIALEN UND DIDAKTISCHEN OPTIONEN. DIE MULTIPLE CHOICE EPRÜFUNG FINDET IM ZUSELAB IM NEUEN HÖRSAALGEBÄUDE PPS (WWW.IMA-ZLW-IFU.RWTH-AACHEN.DE/SERVICES/ZUSELAB.HTML) STATT. DIE TEILNAHME AN DER E-KLAUSUR IST PFLICHT UND GILT ALS BENOTETER TEILNAHMENACHWEIS.

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